Unauthenticated File Read durch fehlende Zugriffskontrolle in FileRise
FileRise schützt das Upload-Verzeichnis nicht ausreichend - hochgeladene Dateien lassen sich ohne jede Authentifizierung direkt herunterladen, sofern der Dateipfad bekannt oder erraten wird.
Betroffene Software
- Produkt
- FileRise
- Betroffene Versionen
- <= 3.2.3
- Hersteller
- FileRise (error311)
- CVSS-Vektor
- CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N
Technische Analyse
Die zweite von AWARE7-Researcher Marcel Graf (@ByteTyson) im selben Review entdeckte Schwachstelle in FileRise betrifft nicht die Anwendungslogik, sondern die grundlegende Zugriffskontrolle auf Dateisystem-Ebene. CVE-2026-25231 - klassifiziert als CWE-284 (Improper Access Control) in Kombination mit CWE-552 (Files or Directories Accessible to External Parties) - beschreibt, dass hochgeladene Dateien im Verzeichnis /var/www/uploads ohne jede Authentifizierung direkt über die Webanwendung abgerufen werden können.
FileRise verlässt sich offenbar darauf, dass Dateipfade nicht erraten werden - eine Form von "Security by Obscurity". Tatsächlich kann ein nicht authentifizierter Angreifer laut Advisory Dateien und Verzeichnisse im uploads-Ordner enumerieren und ohne jegliche Zugangsdaten herunterladen. Mit einem CVSS-Score von 7.5 (High) und einem Vektor ohne jede Voraussetzung (AV:N/AC:L/PR:N/UI:N) ist dies eine der am einfachsten ausnutzbaren Schwachstellen in dieser Übersicht - es genügt Netzwerkzugriff auf die Instanz.
Die Auswirkung beschränkt sich laut CVSS-Vektor auf die Vertraulichkeit (C:H/I:N/A:N), ist damit aber keineswegs zu unterschätzen: Da FileRise gerade für den Austausch und die Ablage von Dokumenten genutzt wird, können über diese Lücke potenziell sämtliche gespeicherten Dateien - vertrauliche Geschäftsunterlagen, private Dokumente, interne Freigaben - ohne jede Zugriffsprüfung abgezogen werden. Die Kombination mit der zeitgleich entdeckten HTML-Injection-Schwachstelle (CVE-2026-25230) verschärft das Gesamtrisiko der betroffenen FileRise-Instanzen zusätzlich.
Beide Lücken wurden gemeinsam mit Version 3.3.0 geschlossen.
Empfohlene Maßnahmen
- Sofort: Update auf Version 3.3.0 durchführen
- Kurzfristig: Das Upload-Verzeichnis zusätzlich serverseitig absichern
- Langfristig: Regelmäßige Penetrationstests selbst gehosteter Anwendungen durchführen
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Responsible Disclosure Timeline
-
Patch veröffentlicht (Version 3.3.0)
-
Advisory veröffentlicht
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Update auf FileRise Version 3.3.0 oder höher, die den Zugriff auf das Upload-Verzeichnis absichert. Bis zum Update sollte das /uploads-Verzeichnis zusätzlich serverseitig, etwa über die Webserver-Konfiguration, gegen direkten Zugriff geschützt werden.
AWARE7 Leistung zum Thema
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