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CVE-2025-43579 Mittel · CVSS 5.5 Desktop

Information Exposure in Adobe Acrobat Reader

Veröffentlicht: Entdeckt von Vincent Heinen

Eine Information-Exposure-Schwachstelle in Adobe Acrobat Reader ermöglicht es einem Angreifer mit lokalem Systemzugriff, eine Sicherheitsfunktion zu umgehen und ohne Nutzerinteraktion Zugriff auf vertrauliche Daten zu erlangen.

Betroffene Software

Produkt
Adobe Acrobat Reader
Betroffene Versionen
24.001.30235 und früher, 20.005.30763 und früher, 25.001.20521 und früher
Hersteller
Adobe Inc.
CVSS-Vektor
CVSS:3.1/AV:L/AC:L/PR:N/UI:R/S:U/C:H/I:N/A:N

Technische Analyse

Adobe Acrobat Reader ist der meistgenutzte PDF-Reader weltweit und in nahezu jeder Unternehmensumgebung im Einsatz. CVE-2025-43579 betrifft die Versionen 24.001.30235, 20.005.30763 und 25.001.20521 sowie jeweils frühere Releases und ist als CWE-200 (Exposure of Sensitive Information to an Unauthorized Actor) klassifiziert.

Die Schwachstelle erlaubt die Umgehung einer Sicherheitsfunktion, wodurch ein Angreifer unautorisiert Zugriff auf vertrauliche Daten erhält. Der CVSS-Vektor weist einen lokalen Angriffsvektor aus (AV:L) - ein Angreifer benötigt somit bereits Zugriff auf das System, auf dem Acrobat Reader läuft, etwa über eine bereits kompromittierte Maschine oder eine lokal geöffnete, präparierte Datei. Nutzerinteraktion ist erforderlich (UI:R), typischerweise das Öffnen eines manipulierten Dokuments.

Adobe veröffentlicht bei PSIRT-Advisories aus Sicherheitsgründen grundsätzlich keine tiefergehenden Exploit-Details vor breiter Patch-Verteilung - die öffentlich verfügbaren technischen Informationen beschränken sich daher auf die CWE-Klassifizierung und den CVSS-Vektor. Aussagekräftig ist die Verteilung der Auswirkungen: C:H bei gleichzeitig I:N/A:N zeigt, dass ausschließlich die Vertraulichkeit betroffen ist - Integrität und Verfügbarkeit des Systems bleiben unangetastet. Praktisch bedeutet das, dass primär sensible Informationen aus dem Anwendungskontext exfiltriert werden können, etwa Speicherinhalte oder interne Anwendungsdaten, nicht aber eine Manipulation von Dokumenten oder ein Absturz der Anwendung.

In Unternehmensumgebungen mit zentral verwaltetem Patch-Management ist das Risiko durch zeitnahes Update deutlich reduzierbar - insbesondere, da der lokale Angriffsvektor eine vorherige Kompromittierung des Endgeräts voraussetzt.

Empfohlene Maßnahmen

  1. Sofort: Update auf die aktuelle Acrobat-Reader-Version durchführen
  2. Kurzfristig: Endpoint-Patch-Management-Prozesse für Drittanbieter-Software überprüfen
  3. Langfristig: Regelmäßige Penetrationstests zur Absicherung von Client-Systemen durchführen

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Responsible Disclosure Timeline

  1. CVE veröffentlicht (Adobe Security Bulletin)

Empfohlene Gegenmaßnahmen

Update auf die aktuelle Acrobat-Reader-Version gemäß Adobe Security Bulletin. Da für die Ausnutzung lokaler Systemzugriff erforderlich ist, sollten zusätzlich allgemeine Endpoint-Härtungsmaßnahmen (Zugriffsbeschränkung, konsequentes Patch-Management) umgesetzt werden.

Information DisclosureAdobe Acrobat ReaderCWE-200

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