Zum Inhalt springen

Services, Wiki-Artikel und Blog-Beiträge durchsuchen

↑↓NavigierenEnterÖffnenESCSchließen
CVE-2024-33668 Kritisch · CVSS 9.1 Web

Insecure Direct Object Reference im Zammad Upload Cache

Veröffentlicht: Entdeckt von Johannes Ludwig

Der Zammad Upload Cache verwendet unsichere, teilweise erratbare Form-IDs zur Identifikation hochgeladener Inhalte - ein Angreifer kann diese erraten, um schadhafte Inhalte in fremde Artikel-Entwürfe einzuschleusen, auf die er keinen Zugriff hat.

Betroffene Software

Produkt
Zammad
Betroffene Versionen
6.2.0 - 6.2.x (< 6.3.0)
Hersteller
Zammad GmbH
CVSS-Vektor
CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:N

Technische Analyse

Zammad ist ein weit verbreitetes Open-Source-Helpdesk- und Ticketsystem, das Unternehmen für Kundensupport und interne IT-Anfragen einsetzen. Die von AWARE7-Researcher Johannes Ludwig entdeckte Schwachstelle CVE-2024-33668 betrifft den sogenannten Upload Cache - den Mechanismus, über den Datei-Anhänge zwischengespeichert werden, bevor ein Ticket-Artikel final gespeichert wird.

Der Upload Cache identifiziert einzelne Uploads über sogenannte Form-IDs. Diese werden laut Herstellerbeschreibung unsicher und teilweise erratbar generiert (CWE-639, Authorization Bypass Through User-Controlled Key). Ein Angreifer kann gültige Form-IDs anderer Nutzer erraten oder systematisch durchprobieren und darüber schadhafte Datei-Inhalte in Artikel-Entwürfe hochladen, auf die er eigentlich keinen Zugriff haben dürfte.

Die Bewertung mit 9.1 (Critical) stammt von CISA-ADP, dem Vulnrichment-Programm der US-Cybersicherheitsbehörde CISA, das kritische Schwachstellen in weit verbreiteter Software zusätzlich zur Herstellerangabe einordnet - ein Indiz für die praktische Relevanz des Fundes über den ursprünglichen Meldekontext hinaus. Mit diesem Score zählt der Fund zu den schwerwiegendsten in dieser Übersicht: Der Vektor zeigt hohe Auswirkung auf Vertraulichkeit UND Integrität (C:H/I:H) bei fehlender Vorbedingung (PR:N, keine Nutzerinteraktion UI:N) - ein nicht authentifizierter oder niedrig privilegierter Angreifer kann die Schwachstelle vollautomatisiert ausnutzen, ohne dass ein Opfer aktiv mitwirken muss.

In einem Helpdesk-System mit sensiblen Kundenanfragen, internen Vorgängen und teils vertraulichen Anhängen wie Verträgen, Zugangsdaten oder Screenshots bedeutet das ein erhebliches Risiko: Eingeschleuste Inhalte könnten in fremde Tickets gelangen, dort Social-Engineering-Angriffe gegen Support-Mitarbeitende vorbereiten oder schadhafte Dateien in einen vertrauenswürdigen Kontext einschleusen. Der Hersteller hat die Schwachstelle mit Version 6.3.0 behoben.

Empfohlene Maßnahmen

  1. Sofort: Update auf Version 6.3.0 durchführen
  2. Kurzfristig: Ticket-Anhänge auf ungewöhnliche oder unbekannte Inhalte prüfen
  3. Langfristig: Regelmäßige Penetrationstests der Support-Infrastruktur durchführen

Wir testen Ihre Web-Applikationen auf genau solche Schwachstellen. Erfahren Sie mehr über unsere Penetrationstests →

Responsible Disclosure Timeline

  1. Patch veröffentlicht (Version 6.3.0)

  2. Advisory veröffentlicht

Empfohlene Gegenmaßnahmen

Update auf Zammad Version 6.3.0 oder höher. Bis zum Update sollte der Zugriff auf das Ticketsystem auf vertrauenswürdige Nutzer beschränkt und ungewöhnliche Artikel-Entwürfe überwacht werden.

IDORZammadAuthorization BypassHelpdesk

Schützen Sie Ihre Systeme proaktiv: Mit gezielten Penetrationstests identifizieren wir Schwachstellen wie diese frühzeitig und liefern konkrete Handlungsempfehlungen zur Behebung.

Web-Applikations-Penetrationstest

Verwandte AWARE7-Leistungen

Schwachstellen systematisch aufdecken

Unsere Sicherheitsforscher decken Schwachstellen durch gezielte Penetrationstests auf - und helfen Ihnen, diese zu schließen.

Kostenlos · 30 Minuten · Unverbindlich

Rufen Sie uns an

Mo-Fr, 8:00-17:00 Uhr - persönlich und unverbindlich.

0209 8830 6764
Jetzt anrufen